Titel
Point of no return: Researchers are Crossing a threshold in the fight for Funding
Die Autor
Prof. Gerald Schweiger
Journal
Nature Career Column
Kernproblem
Mit einem besseren Funding System könnten Forschende sich wieder mehr mit Forschung beschäftigen.
Gerald Schweiger kritisiert in seinem Nature-Artikel, dass der finanzielle Aufwand für die Beantragung von Forschungsgeldern die tatsächlich erhaltenen Gelder weit übersteigt.
Seine These untermauert er mit dem Beispiel einer 5 Millionen Euro schweren Ausschreibung für das Projekt GenAI for Africa. Er zeigt verschiedene Möglichkeiten die tatsächlichen Kosten zu berechnen. Alle übersteigen die 5 Millionen Euro Grenze, einige nur knapp mit 5,31 Mio. Euro andere um mehr als das vierfache (43,37 Mio. Euro).
Eine der genutzen Möglichkeiten ist „GrantInq“. Dieses Tool wurde von Wissenschaftler*Innen der Universität Lübeck entwickelt und ermöglicht unter anderem die Kalkulation der tatsächlichen Angaben eines Forschungsantrags. Der Nutzer kann verschiedenste Daten zum Antrag angeben und erhält eine Übersicht über die tatsächlichen Ausgaben.
Der Artikel geht aber über die Kritik am aktuellen System hinaus und entwickelt erste Handlungsperspektiven:
– Ausschreibungen für Forschungsgelder müssen spezifischer werden, um die Menge an Bewerbungen einzugrenzen.
– In einer ersten Bewerbungsrunde sollen nur Kurzanträge eingereicht werden, wer überzeugt kann in einer zweiten Runde den langen Antrag vorlegen.
– Die Auswahl kann über alternative Auswahlmodelle, wie Losungen oder Abstimmungen innerhalb der wissenschaftlichen Gruppe, erfolgen.
Der Artikel zeigt: Wenn der Aufwand für Anträge die eingeworbenen Gelder übersteigt, dann hat die Wissenschaft ein Problem, denn wo bleibt da noch Zeit für Forschung?
